Schwangerschaft

Liebe werdende Mutter und Vater!

Die Zeit der Schwangerschaft ist eine spannende und erwartungsvolle Zeit mit viel Freude und intensiven Erfahrungen. Es ist ein ganz besonderes Ereignis in Ihrem Leben. Um die Schwangerschaft als Eltern voll genießen zu können, fragen sich die werdenden Eltern oft:

„Was können wir alles tun, damit unser Kind gesund zur Welt kommt?

Es kommen viele neue Dinge auf Sie beide zu. Und es stellen sich viele Fragen zu der Entwicklung Ihres Kindes. Mit dieser Information möchten wir Ihnen wissenswerte Erklärungen und praktische Hinweise in die Hand geben, die Sie über den Ablauf Ihrer Schwangerschaftsbetreuung in unserer Praxis aufklären.

Die gesetzlich vorgegebenen Mutterschaftsrichtlinien bieten Ihnen ein breites Angebot für medizinisch notwendige Leistungen. Dieses Vorsorgeprogramm nützt Ihnen und

Ihrem Baby allerdings nur dann, wenn Sie es regelmäßig in Anspruch nehmen. Kontinuierliche Untersuchungen sind die Voraussetzung dafür, Schwangerschaftsrisiken so früh wie möglich zu erkennen und zu behandeln.

Darüber hinaus können jedoch weitere Untersuchungen und Maßnahmen sinnvoll und wünschenswert sein. Dadurch können wir Ihrem verständlichen Bedürfnis nach höchstmöglicher Sicherheit nachkommen.

Nutzen Sie deshalb das Vorsorge-Plus Programm! Bestimmen Sie selbst, was Ihnen wichtig erscheint!

Lesen Sie bitte die folgenden Informationen in aller Ruhe durch. Nutzen Sie diese auch über die gesamte Schwangerschaft als nützlichen Ratgeber. Wir stehen Ihnen natürlich jederzeit für Fragen und Wünsche gerne zur Verfügung.

„Mutterschaftsvorsorgerichtlinien

Nachdem wir bei Ihnen eine Schwangerschaft festgestellt haben, erfolgt nun eine Reihe von Untersuchungen.

  • Frauenärztliche Untersuchung

Diese wird zunächst in circa 4-wöchigem Abstand durchgeführt. Im weiteren Schwangerschaftsverlauf werden die Untersuchungen angepasst und in kürzeren Intervallen durchgeführt.

Bei der Erstuntersuchung erfolgt neben einer ausführlichen Anamnese – Befragung nach Risiken und Krankheiten – die Untersuchung von Scheide und Gebärmutter.

Die folgenden Untersuchungen werden bei den Vorsorge-terminen regelmäßig durchgeführt:

  1. Blutdruckmessung
  2. Urinuntersuchung
  3. Gewichtskontrolle
  4. Hämoglobinbestimmung – Eisenwert, abhängig vom letzten Befund
  • Blut-Untersuchungen

Zu Beginn der Schwangerschaft erfolgen die Bestimmung der Blutgruppe und des Rhesusfaktors sowie die Durchführung eines Antikörpersuchtestes, um gegebenenfalls eine
Blutgruppenunverträglichkeit zwischen Ihnen und Ihrem Kind frühzeitig festzustellen. Dieser Antikörpersuchtest wird zwischen der 24. und 28. SSW wiederholt.

Falls bei Ihnen das Blutgruppenmerkmal  Rhesus negativ“ festgestellt wurde, erhalten Sie zwischen der 28. und 32. SSW eine Spritze, um einer möglichen Unverträglichkeit vorzubeugen.

Gesetzlich vorgeschrieben sind ferner ein Suchtest auf übertragbare Krankheiten wie HIV und Syphilis sowie eine Röteln-Antikörperbestimmung. Diese ist wichtig, da eine Infektion mit dem Rötelnvirus in der Schwangerschaft zu Fehlbildungen bei Ihrem Kind führen kann.

  • Urin-Untersuchungen

Hierbei wird neben dem Urin-Status ein Test auf Bakterien – Chlamydia trachomatis – durchgeführt. Eine Infektion mit Chlamydia-Bakterien kann  den weiteren Verlauf Ihrer Schwangerschaft ungünstig beeinflussen.

Nach der 32. SSW wird nochmals eine Blutentnahme durchgeführt, die eine eventuell bestehende Infektion mit dem Hepatitis B Virus aufdecken soll. Eine solche Infektion könnte unter der Geburt zu einer Ansteckung Ihres Kindes führen.

  • Ultraschall-Untersuchungen

Dreimal während der Schwangerschaft ist eine Beurteilung der kindlichen Entwicklung per Ultraschall vorgesehen- sogenanntes Screening

  1. Screening:  09. – 12. SSW
  2. Screening:  19. – 22. SSW
  3. Screening:  29. – 32. SSW

Mit Hilfe dieser Ultraschalluntersuchungen können in vielen Fällen eventuelle schwere Entwicklungsstörungen des Kindes frühzeitig bemerkt werden. Somit können im Bedarfsfall eine spezialisierte Diagnostik eingeleitet und eine notwendige Therapie begonnen werden. Hierbei sehen die Mutterschaftsrichtlinien weitere medizinisch begründete Untersuchungen vor.

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